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Sehenswertes

Kampen erkunden - und zwar auf eigene Faust. Begeben Sie sich auf Spurensuche und entdecken Sie neben den Hauptschauplätzen der Insel einmal die interessanten "Nebenschauplätze" in und um Kampen.
Machen Sie einen Rundgang durch Kampen.

1. Der Strönwai oder "Die Whiskeymeile"

Ursprünglich steht Strönwai für Strandweg. Die luxuriösen Geschäfte wie Louis Vuitton, die legendären Restaurants wie das Gogärtchen und der Club "PONY" sorgen für exklusives Flair, das in den 70ern besonders durch Gunter Sachs aufkam.

2. Die Uwe-Düne

Die Uwe-Düne ist die höchste natürliche Erhebung der gesamten Insel und misst 52,5 Meter. Sie wurde nach dem Keitumer Uwe Jens Lornsen (1793-1838) benannt. Herr Lornsen war Jurist und Freiheitskämpfer, der sich für Menschenrechte und freiheitliches Denken einsetzte. Eine knapp über 100 Stufen zählende Holztreppe führt zur Aussichtsplattform.
TIPP: Genießen Sie eine Flasche Wein bei Sonnenuntergang auf der Uwe-Düne.

3. Das Rote Kliff

Das viereinhalb Kilometer lange Kliff zwischen Wenningstedt und Kliffende in Kampen wird von einer fast 30 Meter langen Grundmoräne gebildet. Vor 180.000 Jahren türmten Gletscher der Eiszeit diese Formation auf. Der eisenhaltige Geschiebelehm verfärbte sich unter Sauerstoffeinfluss, sodass die Abbruchkante vorwiegend im Abendlicht rot erleuchtet. Das Kliff ist in seiner gesamten Länge in besonderem Maße der Brandung ausgesetzt. Auch Sturmfluten, Auswaschungen durch Regen und Absprengungen ganzer Kliffblöcke durch Frost schädigen nachhaltig den Bestand. Der jährliche Landverlust liegt zwischen einem und vier Metern.

4. Der Findling vom Roten Kliff

Der Findling vom Roten Kliff ist über 3,5 Meter hoch, etwa 20 Tonnen schwer und wurde im März 2005 neben einer Buhne am Hauptstrand gefunden. Es handelt sich hierbei um einen eine Milliarde Jahre alten Stein aus einem Skandinavischen Gebirge. Der Findling war ehemals ein Granit mit ungeregelt angeordneten Mineralien. Dieser durch den Transport abgerundeten Stein wird als Findling bezeichnet und konnte am Kampener Strand geborgen werden.

5. Haus Kliffende

Haus Kliffende ist das 1923 von Architekten Walther Baedecker erbaute Gästehaus auf dem Roten Kliff in Kampen. Viele bekannte Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Thomas Mann, der Verleger Ernst Rowohlt und der Maler Emil Nolde haben im Haus Kliffende residiert. Hausherrin wurde, nach dem Tod ihres Mannes Heinrich Tiedemann, Clara Tiedemann. 1955 erwarb die Deutsche Bank das Haus und nutzte dies als Gästehaus für ihre leitenden Angestellten. Seit 1997 befindet sich das Anwesen in Privatbesitz.

6. Leuchtturm Quermarkenfeuer

Nördlich von Kampen steht ein 11,50 Meter hoher achteckiger Leuchtturm aus rotem Backstein. Er diente 1913-1976 als Quermarkenfeuer, das die Schiffe zur Kursänderung wegen einer vor der Küste liegenden Sandbank mahnte. Die Warnbefeuerung übernahm der Leuchtturm "Rotes Kliff", welcher 2,5 km südöstlich liegt. Der achteckige Klinkerturm wurde 1976 von der Gemeinde erworben, um ihn weiterhin als Wahrzeichen zu erhalten.

7. Hünengräber

In Kampen liegen auf der Westheide mehrere steinzeitliche Hünengräber, darunter das Ganggrab und die Dolmen von Kampen. Nicht beschildert fristen sie ihr Dasein recht unberührt von dem Tourismus. Auch die alte Ringwallanlage in Kampen ist weitgehend unbekannt, unbeschildert und wird so vor den negativen Auswirkungen des Massentourismus geschützt. Gut zu sehen sind mehrere ungeöffnete Grabhügel auf der Westheide.

8. Klenderhof

Der Verleger Axel Springer hatte das Anwesen in den 50er Jahren gekauft - auf Sylt wird der Hof deshalb "Springer-Burg" genannt. Im August 1973 steckten Unbekannte das Reetdach in Brand. Herr Springer ließ das Gebäude wieder aufbauen. Nach seinem Tode wurde der Klenderhof verkauft. Seitdem befindet sich das Haus in Privatbesitz.

9. Avenarius Park mit Boulodrome

Den Kampener Dorfpark gibt es seit 1965, seit 2009 heißt er Avenarius-Park. Dieser hat einen Ententeich mit Springbrunnen, ein Hügelgrab, ein Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege, zwei Tafeln des Kampener Kunstpfades sowie ein eigenes Boulodrome.
Den Namen "Avenarius-Park" trägt er auf Initiative des Kampener Malers Christian Hinrich. Immer wieder hatte er sich für diesen Schritt engagiert. Ferdinand Avenarius (1856 bis 1923) war Verleger ("Der Kunstwart") und machte Anfang des 20. Jahrhunderts wie kein anderer das Dorf Kampen zum Treffpunkt für Künstler und Kulturfreunde.
TIPP: Die Sylter Petanque-Spielgemeinschaft, die "Sylter Bouletten", trifft sich regelmäßig zum Boule spielen im Boulodrome im Kampener Avenarius-Park. Der offene Bouletreff, zu dem auch Gäste immer herzlich willkommen sind, findet von Oktober bis März sonntags um 11 Uhr und von April bis September freitags um 17 Uhr statt.

10. Kupferkanne

Die Kupferkanne - teilweise unterirdisches Café und Cafégarten - liegt eingebettet in eine bezaubernde Kiefernlandschaft mit Blick auf das Wattenmeer. 1950 verwandelte der ehemalige Stettiner Marineoffizier und spätere Bildhauer Günter Rieck einen Teil der weit verzweigten Bunkeranlage in einen Gastronomiebetrieb. Zusätzlich pflanzte er über 30.000 Sträucher auf dem 28.000 Quadratmeter großen Gelände. 1999 wurde ein Großteil des Baumbestandes durch den Herbststurm ANATOL vernichtet. Nach dem Orkan wurde ein Teil der entwurzelten Bäume verkehrt herum neu eingepflanzt.
TIPP: Unbedingt probieren - Pflaumenkuchen mit Sahne und dazu Dünenfeuer-Tee.

11. Naturschutzgebiet: Braderuper Heide

Die Braderuper Heide ist 137 ha groß und liegt zwischen den beiden Dörfern Kampen und Braderup. Sie wird seit ihrer Unterschutzstellung 1979 von der "Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V." im Auftrag der schleswig-holsteinischen Landesregierung betreut. Im Gegensatz zu den natürlichen atlantischen Heiden an der Westküste der Insel ist sie eine von Menschenhand beeinflusste Kulturlandschaft: Vor langer Zeit führte die Rodung von Wäldern auf der Insel zu Bodenerosion und Nährstoffverarmung, was die Entstehung dieser Geestheiden begünstigte. Bis in die Nachkriegszeit wurde die Heide auch von den Menschen genutzt, z.B. als Brennmaterial oder Stallstreu.

 
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