MenüSchließen
BBuchen

Suchen & Buchen

' Wetter

Post von der Insel Sylt

Angeln Sie sich fangfrische Inselneuigkeiten und exklusive Angebote.

Newsletter Anmeldung fehlerhaft

 

Entschuldigen Sie, aber Ihre Anmeldung zu unserem monatlichen Sylt-Newsletter ist leider fehlgeschlagen.

Bitte überprüfen Sie Ihre Mailadresse und probieren Sie es erneut.

Beste Insel-Grüße,

Ihr Sylt Team

MICE

Kooperationen

Tradition

Warum zünden Kampener immer am 21. Februar einen riesigen Reisighaufen auf dem Golfplatz an? Was hoppeln denn da am Ostersonntag für Häschen über den Strönwai? Was machen Kampener beim Silvesterblasen?

Traditionelles Handwerk: Reetdach decken

Ursprünglicher, syltiger geht's nicht: Wenn die Mitarbeiter von der Reetdachdeckerei Finke den Menschen aufs Dach steigen, bleiben Passanten stehen und staunen: Reetdachdecken ist das älteste und vielleicht auch attraktivste Kampener Handwerk.
Früher schnitt man das Reet für's Dachdecken sogar noch in Kampen. Oben bei der Vogelkoje zum Beispiel. Heute wäre die Insel kahl, stammten alle Kampener Reetdächer tatsächlich aus Sylter Rohstoff. Aber die Reetdachdecker, die stammen immer noch aus Kampen.
Ein Reetdach hält zwischen 40 und 60 Jahren. So wunderbar der Naturstoff isoliert, warm im Winter, kühl im Sommer, so teuer ist die attraktive Alternative zum Ziegel- Dafür siehts einfach toll aus und ist nur Natur. Für manchen Urlauber sogar das Synonym für Sylt schlechthin, nicht zuletzt Dank der Kampener Ortsgestaltungssatzung, die seit 1920 (!) die Verwendung von Reet sogar vorschreibt.
Mit Maschinen wird man übrigens nix, oben auf dem Reetdach. Nur mit Handarbeit und viel Gefühl.

Feste feiern mit Feuer, Frost und Friesen: Biike am 21. Februar

Warum feiern Friesen Biike? Weil die Inselfrauen ihren seefahrenden Männern bei dem Abschied für Monate feuriges Geleit geben wollten. Vielleicht auch, weil es hier sowieso immer zu lange dunkel, zu kalt und zu windig ist von November bis Februar und man endlich den Winter verjagen will.

Am 21. trifft man sich dann abends vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Kampen zum Fackelanzünden. Ein langer malerischer Zug von Lichtern und strahlenden Gesichtern setzt sich in Bewegung zum Biike-Platz beim Golfplatz. Wenn die Biike endlich brennt, ist es vorne immer zu heiß und hinten zu kalt. Man singt die friesische Nationalhymne ("Üüs Sölring Lön"), hört Reden, von denen man nur die Hälfte versteht (egal), zückt vielleicht den ersten Flachmann ("Sünhair!"). Wenn die Füße klamm und die Nasen rot sind, geht es zurück ins Dorf, zum Grünkohlessen (rechtzeitig anmelden, egal, ob für's Essen im Kaamp-Hüs oder in den Restaurants!). Mit Kassler und Kochwurst, mit köstlichen salzigen und süßen Bratkartoffeln (Sylter Spezialität) und allem, wovor die leichte Küche sich gruselt. Das schreit dann nach einem Absacker. Oder mehreren. Und schon ist es passiert. Sie sind mittendrin bei den Kampenern, in einem echten, unverfälschten Stück Sylt.

Wir blasen dem alten Jahr den Marsch
Na los, kommen Sie! Hören Sie! Immer wieder, Jahr für Jahr, Silvesterabend, gegen 18:45 Uhr hinter dem Kaamp-Hüs. Ganz zwanglos.
Lieblingstraditionen zeichnet manchmal auch aus, dass sie Leichtgewichte sind im Veranstaltungskalender. Nix Pompöses, nix Großes, nix Endloses, ganz unkompliziert, nie aufgeregt, immer liebenswert. Sowas kann Kampen wider Erwarten ganz besonders gut.
Weit oben auf der Hitliste der netten kleinen Traditionen steht das Silvesterblasen. Man trifft sich so gegen 18:30 Uhr mit hochgeschlagenem Kragen, vielleicht nach dem letzten Spaziergang dieses Jahres unten am Flutsaum und vor einer ganz speziellen Nacht mal eben am Kaamp-Hüs. Dort stehen draußen die Bläser des Norddörfer Musikvereins zusammen, geben ein kleines Konzert auf alles, was war und auf das, was vielleicht kommt, und blasen dem ablaufenden Jahr den Marsch. Die Bürgermeisterin hält traditionell eine kurze Rede. Die Gemeinde schenkt Punsch aus, und von der Menge des Heißgetränks hängt entscheidend ab, wie lange die Veranstaltung dauern wird. Meist eine knappe Stunde. Man wünscht sich einen guten Rutsch und geht wieder auseinander.Bis nächstes Jahr!

Ostersonntag in Kampen

Erst wird gerannt und dann wird gewandert: Der Ostereierlauf im Strönwai und das gechillte Osterfeuer an Buhne 16 sind sowas wie die Generalprobe für die Saison.

Ostersonntag fällt mittags der Startschuss für den legendären Ostereierlauf im Strönwai ("Whiskymeile"), seit Jahren liebevoll organisiert und begleitet von den Kampener Gastronimen, die sich teilweise sogar das bekannte Fell über die Ohren ziehen und in die berühmten und sehr überzeugenden Hasenkostüme steigen. Das allein ist einen Besuch der Veranstaltung wert!
Eine ebenso eigenwillige wie liebenswerte Veranstaltung am Ostersonntag ist das Osterfeuer an Buhne 16. Während überall sonst auf der Welt die Osterfeuer am Samstagabend brennen, auch in Hörnum beispielsweise, wird das von Buhne 16 am späten Sonntagnachmittag angezündet. Warum? "Weil mittags der Ostereierlauf ist und die Leute dann danach hierherkommen können", sagt Tim Behrens, was als Erklärung nicht unbedingt einleuchtend aber umso richtiger ist und Jahr für Jahr schon Tage vorher für Gesprächsstoff nicht nur unter den Einheimischen sorgt, nach dem Motto "Sag mal, wann ist noch das Osterfeuer an der Buhne? Sonntag?! In echt?" Egal - auf jeden Fall trifft man sich hier!

Loading