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Künstler: Anatol Buchholtz

Bildhauer, Architekt, Natur- und Tierschützer
* 1927 in Sensburg / Ostpreußen
+ 2011 in Kampen
"Kunst muss nicht immer diesen Ewigkeitsanspruch haben. Der Künstler hat in der demokratischen Gesellschaft eine dienende wie auch emanzipatorische Position einzunehmen."

Lauschig und verschwiegen versteckte sich in Kampen hinter Bäumen sein Domizil, das er selbst „Fuchsbau“ nannte und in das er sich in den letzten Jahren seines Lebens immer mehr zurückzog. Nachdem seine Ehefrau 2009 starb, blieben ihm zwei Windhunde als vertraute Begleiter. Durch das Ableben von Anatol Buchholtz konnten letztlich seine, auch von der Gemeinde und dem Tourismus-Service Kampen unterstützten Bestrebungen nicht realisiert werden, den „Fuchsbau“ dauerhaft als Begegnungsstätte und Wegpunkt des „Kampener Kunstpfads“ zu öffnen. „In meinem Haus soll Leben entstehen, sollen Menschen lernen und arbeiten können“, hatte Buchholtz zuvor noch proklamiert. Nur wenige Wochen vor seinem Tod hatte er zudem eine Stiftung notariell festgeschrieben, die Künstler in den Bereichen Bildende Kunst und Baukultur unterstützt. Als „absolut liebenswürdigen Eigenbrötler“ charakterisierte die Ehrenvorsitzende der Sylter Kunstfreunde Anatol Buchholtz. Und eigenwillig war auch sein reetgedeckter „Fuchsbau“ gestaltet, durch den sich gleichsam ein Skulpturenpfad zog, wo Wohn- und Arbeitsbereich miteinander verschmolzen. Früher nahmen Anatol Buchholtz und seine Frau hier auch verletzte oder vernachlässigte Hunde auf und pflegten diese liebevoll.

1927 im ostpreußischen Sensburg geboren, studierte Buchholtz unmittelbar nach Kriegsende Bildhauerei in Braunschweig und

München. Dem schloss sich ein Architekturstudium in Braunschweig an. Nach verschiedenen beruflichen Stationen siedelte Buchholtz mit seiner Frau 1968 nach Kampen über, wo er bereits 1958 im Möwenweg ein Grundstück erworben und die Sommer verbracht hatte. Ab jetzt wirkte er als freiberuflicher Bildhauer und – bis 1975 – auch als Architekt. Viele seiner Skulpturen, die sich durch ihre Formenstrenge auszeichnen, wurden als „Kunst im öffentlichen Raum“ aufgestellt, so unter anderem in Kiel, Braunschweig und Bremen. Doch setzte sich Buchholtz in seinen Werken auch mit Umweltproblemen auseinander, indem er zum Beispiel angespülten Zivilisationsmüll künstlerisch verarbeitete. Neben der Kunst galt das besondere Augenmerk des Kampeners den Tieren: Als Gründer und langjähriger Vorsitzender des Tierschutzvereins Sylt wurde er vom Deutschen Tierschutzbund im Jahre 2002 mit der Franz-von-Assisi-Medaille dekoriert. Und auch an dieser Wirkungsstätte hinterließ er eine künstlerische Spur, indem er am Tierheim ein Werk aus vielen Keramikelementen installierte, das einen imposanten Vogelzug darstellte. Zudem engagierte sich Anatol Buchholtz auch sozialpolitisch, indem er unter anderem als Vorsitzender des Bundesverbandes Bildender Künstler wirkte.

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