MenüSchließen
BBuchen

Suchen & Buchen

' Wetter

Post von der Insel Sylt

Angeln Sie sich fangfrische Inselneuigkeiten und exklusive Angebote.

Newsletter Anmeldung fehlerhaft

 

Entschuldigen Sie, aber Ihre Anmeldung zu unserem monatlichen Sylt-Newsletter ist leider fehlgeschlagen.

Bitte überprüfen Sie Ihre Mailadresse und probieren Sie es erneut.

Beste Insel-Grüße,

Ihr Sylt Team

MICE

Kooperationen

Künstler: Axel Springer

Verleger
* 2. Mai 1912 in Altona
+ 22. September 1985 in Berlin
"Man kann die größten Buchstaben, aber nicht die kleinste Lüge verantworten."

Vom Druckerlehrling zum Zeitungszaren – dieser beispiellose Werdegang ist eigentlich kaum denkbar. Geglückt ist eine solch ungewöhnliche Karriere Axel Springer, dessen 1946 gegründeter Verlag binnen kürzester Zeit zum größten Zeitungshaus Europas heran wuchs. Dabei hatte er zunächst im Sinn, Operettensänger zu werden. Doch letztlich fügte er sich dem Wunsch seines Vaters und wurde Lehrling in dessen Druckerei, bevor er eine Ausbildung zum Redakteur absolvierte. Der Sohn aus wohlhabendem Hause genoss das gesellschaftliche Leben – Politik interessierte den jungen Mann nicht, das Nazi-Regime war ihm zuwider. Das sollte sich nach Kriegsende auszahlen: Die Briten erteilten ihm Zeitungslizenzen. Mit Sylt war der Verleger seit Kindheitstagen eng verbunden. „Ich war ein kleiner Buttje, als ich die Insel das erste Mal besuchte. Und seitdem hat mich die Landschaft einfach nicht mehr los gelassen. Schon ein einziger Tag hier ist für mich eine Medizin, die lange vorhält“, bekannte Springer. Und auch dies: „Ich hatte immer davon geträumt, auf Sylt etwas festeren Fuß zu fassen.“ Dieser Wunsch erfüllt sich 1953, als er in Kampen für 45.000 Mark das Haus des Verlegers Peter Suhrkamp erwirbt. Dort genießt Axel Springer die Urlaubstage: Im Garten lässt er einen Swimmingpool bauen, vorm Haus schlägt er Golfbälle hinunter ins Watt, und auch ein paar Pferde gibt es: „Axel ritt sehr gut und sehr gerne“, erinnerte sich seine damalige

Ehefrau Rosemarie. Das Golfen bleibt Springers Leidenschaft. Zunächst spielt er auf dem brach liegenden Golfplatz der Royal Airforce am Fliegerhorst, später ist er Mitbegründer des Morsumer Golfclubs. Dort engagiert er sich nachhaltig und räumt sich auch gewisse Sonderrechte ein. Liegt der Ball ungünstig, holt er einen zweiten aus der Tasche. An seinem Golfwagen lässt er eine Klingel und eine Hupe anbringen – fliegt ein Ball gut, hupt er, fliegt er schlecht, wird geklingelt. 1963 erwirbt Axel Springer in Kampen für 1,2 Millionen Mark den repräsentativen „Klenderhof“. Hier empfängt er Besucher wie den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt oder dessen Berater Egon Bahr. 1972 finanziert der Zeitungszar der Kampener Feuerwehr ein nagelneues Löschfahrzeug. Er kann nicht ahnen, wie sehr ihm dieses Geschenk bald selbst von Nutzen sein soll. Am 5. August 1973 steht der „Klenderhof“ in Flammen – die Brandstifter werden nie gefasst. Gern fliegt der Medienmogul weiterhin mit seinem Helikopter ein und landet dann auf dem Rasen seines „Klenderhofs“. Im Hinblick auf andere Verkehrsmittel reagiert er jedoch allergisch, wie Berthold Beitz, Generalbevollmächtigter des Krupp-Konzerns, zu berichten wusste: „Als in Kampen die erste Ampel installiert wurde, sagte mein Freund Axel: ‚Ich werd‘ verrückt, das ist ja wie am Berliner Ku‘damm.‘“

Loading