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Künstler: Emmi Leisner

Kammersängerin
* 8. August 1885 in Flensburg
+ 11. Januar 1958 in Flensburg
"Du bist Orplid, mein Land, das ferne leuchtet." (Möricke)

Ihr Talent bekam sie gleichsam in die Wiege gelegt. Denn Emmi Leisner entstammte einer hochmusikalischen Familie und sollte das schöpferische Erbe in ungeahnte Höhen führen – ihre Karriere gipfelte in internationalen Tourneen und Engagements bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth. Erholung fand Emmi Leisner in Kampen. Im Jahre 1926 vermeldete die „Sylter Fremden-Liste“ – seinerzeit wurden noch alle anreisenden Gäste öffentlich bekannt gemacht – mit dem Datum vom 13. Juni: „Ankunft Emmi Leisner, Kammersängerin aus Berlin, Unterkunft im Haus „Kliffende“ in Kampen.“ Zwei Jahre später besaß sie ihr eigenes Urlaubsdomizil, als sie ein Haus in Kampen erwarb. Den Grundstein für ihre Karriere hatte ein Gesangsstudium in Berlin gelegt. Gleich bei ihrem ersten großen Auftritt in der berühmten Thomas-Kirche zu Leipzig begeisterte die Sängerin mit ihrer Altstimme. Es begann ein Siegeszug, der sie durch Europa, Amerika und auch den Orient führen sollte. Ihre besondere Liebe galt dabei den Werken von Brahms, Schubert und Hugo Wolf. In ihren letzten Lebensjahren schließlich wirkte Emmi Leisner als Gesangspädagogin und gab ihren reichen Erfahrungsschatz an junge Talente weiter. In Kampen weilte die Diva („Ich lausche so gern dem Rhythmus des Meeres und dem Atem des Windes“) bis nahe an ihr Lebensende. „Von ihren Gastspielen kehrte sie immer wieder in ihr Kampener Heim zurück, ist für sie doch das Meer ein Quell ihrer Schaffenskraft“, vermerkte die „Sylter Kurzeitung“ und

zollte Anerkennung: „Als Interpretin des klassischen und romantischen Liedes erlangte sie Weltruf. Das Gold ihrer Stimme scheint uner-schöpflich.“ Und davon bekamen auch die Sylter und ihre Gäste manche Kostprobe: 1951 war ein Auftritt der Kammer-sängerin ein Höhepunkt der „Sylter Festwoche“, ein Jahr später gastierte sie im Westerländer Kursaal mit einem Sinfonie-Orchester. Emmi Leisner pflegte in Kampen auch Kontakte zu Künstlern außerhalb ihres Fachs. Gegenüber dem Maler Siegward Sprotte schwärmte sie: „Vor allem die Dünen von List verbreiten im Abendlicht eine herrlich exterritoriale Stimmung. Es könnte in der Wüste sein, in Persien oder in Mexiko.“ Und Albert Aereboe notierte: „Gerade malte ich Emmi Leisner. Eine ganz verwickelte Arbeit. Aber ich habe sie hinbekommen, wie man so sagt: Wie sie leibt und lebt.“ In ihrer Heimatstadt Flensburg widerfuhr der Sängerin, die zu Lebzeiten unter anderem mit dem Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde, im Jahr 2010 eine späte Huldigung: Anlässlich einer Festveranstaltung zu ihrem 125. Geburtstag unterstrichen die Redner ihre „Vorbildfunktion“ – und gaben zugleich ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, dass man Emmi Leisner in Flensburg seinerzeit nicht die Ehrenbürgerschaft angetragen hatte.

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