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Künstler: Erich Heckel

Maler und Grafiker
* 31. Juli 1883 in Döbeln (Sachsen)
+ 27. Januar 1970 in Radolfzell am Bodensee
Bilder in Museen und öffentliche Sammlungen weisen auf seine häufigen Arbeitsaufenthalte von 1921 bis 1965 in Kampen hin.

Was wurde ihm nicht alles an Ehrungen zuteil: Das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Kunstpreis der Stadt Berlin und der des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Ernennung zum Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und auch die Ehrendoktorwürde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Welch eine Labsal für einen Künstler, der noch wenige Jahre zuvor geächtet war. Der ab 1937 Ausstellungsverbot erhalten hatte, dessen Werke als „Entartete Kunst“ verhetzt und beschlagnahmt wurden, der es ohnmächtig zulassen musste, dass bei der berüchtigten Bilderverbrennung 1939 in Berlin über Tausend seiner Gemälde und bald 4000 Aquarelle und Graphiken in Flammen aufgingen. Anfangs hatte Erich Heckel nicht die Malerei, sondern eine andere berufliche Perspektive ins Auge gefasst. Er beginnt ein Architekturstudium in Dresden, bricht es jedoch bald ab und bildet sich autodidaktisch zum Maler und Grafiker aus. Heckel malt Landschaften und Städte, Badende und Porträts, Stillleben und Szenen aus der Welt der Artisten. Er avanciert zu einem Hauptvertreter des deutschen Expressionismus und wird Gründungsmitglied der bekannten Künstlergruppe „Die Brücke“. Wie die anderen „Brücke“-Maler sucht auch er, der inzwischen in Berlin sesshaft ist, die von der Zivilisation weitgehend unberührte Natur. Er findet sie auf Sylt, wohin es ihn ab den 1920-er Jahren immer wieder zieht, nachdem er an der nahen Flensburger Förde ein

Bauernhaus erworben hat. „Leider müssen wir wegen dringender Termine schon Ende dieser Woche hier abreisen, sonst wären wir bis zum Beginn der Sommerferien und des Zustroms von Menschen gern noch hier geblieben. Die Nordsee ist unerhört und für mich sehr wohltuend“, schreibt Heckel 1923 von Sylt an Bekannte. Während seiner Visiten auf der Insel legt Heckel seinen kunsttechnischen Schwerpunkt auf die Aquarellmalerei. Es entstehen farbig überaus differenzierte Strand-, Dünen- und Wolkenlandschaften wie auf jenem Gemälde, in dem Heckel 1934 die Küstenlandschaft bei Kampen einfängt: Bewegte, dunkle Gewitterwolken und das schäumende Meer kontrastieren mit den Dünen im Mondenschein. Als sein Berliner Atelier 1944 durch einen Bombenangriff zerstört wird, siedelt Erich Heckel zum Bodensee über und wirkt als Lehrer an der Hochschule für Bildende Künste in Karlsruhe. Die Semesterferien nutzt er zu neuerlichen Aufenthalten auf Sylt. Seine letzten Besuche datieren aus den 1960-er Jahren. 1968 erleidet Heckel einen Schlaganfall und verstirbt zwei Jahre später.

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