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Künstler: Ernst Penzoldt

Schriftsteller
* 14. Juni 1892 in Erlangen
+ 27. Januar 1955 in München
"Die Farben sind allhier bezaubernd: die braune Heide, die grünen Wattwiesen, das Silbergrün der Dünen. Dazu der unendliche Himmel, die auf- und untergehende Sonne, der Widerschein des Wassers. Obwohl ich nicht zu sagen vermag, worin diese Verzauberung eigentlich besteht. Weil der Himmel hier viel größer und abwechslungsreicher ist als irgendwo sonst auf der Welt? Oder weil das Meer und das Watt alle Farben meines Aquarellfarbkastens annehmen könnten?"

Wenn sich ein Sommergast auf Sylt an schlechtem Wetter erfreut, dann ist das schon etwas erstaunlich. Der Schriftsteller Ernst Penzoldt führte für eben diesen Umstand einen plausiblen Grund an, wie seine Tochter später einmal erzählte: „Er war ganz glücklich über Regentage, weil er dann kein schlechtes Gewissen haben musste, wenn er zum Strand ging – denn eigentlich war er ja zum Arbeiten in das Kampener Autorenhaus gereist.“ Besagtes Haus gehörte dem Verleger Peter Suhrkamp, ab 1937 war Ernst Penzoldt hier mehrfach zu Gast. „Ich habe das Gefühl, auf dem Monde zu sein“, staunte der Besucher, den die Eindrücke einer anderen Welt gefangen nahmen: „Ich fröne dem schöpferischen Nichtstun, zu dem die blonde Zauberinsel verleitet“, schreibt er einem Freund. Und in einem anderen Brief: „Du fragst mich, was ich so den ganzen Tag tue. Nichts. Davon bin ich von früh bis spät vollauf in Anspruch genommen.“ Nun, zum Arbeiten kam Ernst Penzoldt dann doch noch. So verfasste er in Kampen 1948 die Kriminalgeschichte „Die Perle“ und betrat damit ebenfalls neues Terrain: „Es ist das erste Mal, dass ich mich mit dieser Gattung der Literatur beschäftige.“ Als Sohn eines Medizin-Professors verlebte Ernst Penzoldt „eine wundervolle, fast verwöhnte Jugendzeit“. Nach einem Studium der Bildhauerei in Weimar und Kassel meldet er sich 1914 freiwil-lig zum Militärdienst. Während des Krieges beginnt er zu schreiben. 1922 erscheint sein erster Gedichtband, acht

Jahre später verfasst Penzoldt, über den Thomas Mann urteilte „Gleich spürte ich den Reiz und Rang seines Talentes“, sein erfolgreichstes Buch: „Die Powenzbande“. Obwohl Penzoldt aus Süddeutschland stammt, verbindet ihn mit Sylt bald eine starke Affinität. „Er war wirklich begeistert von Kampen. Er hatte sogar das Gefühl, eigentlich stamme er von dort“, erinnerte sich seine Tochter. Auch wenn sich der Literat einmal recht despektierlich äußerte („Was doch die Leute für ein Getue mit Kampen haben! Ich aber kann nichts Besonderes daran finden. Kampen besteht zum größten Teil aus nichts als Luft, Wasser und Sand.“), so sprach aus seinen Worten doch meist Zuneigung: „Die Farben sind allhier bezaubernd: Die braune Heide, die grünen Wattwiesen, das Silbergrün der Dünen. Das Meer ist immer etwas Schönes, Erhabenes – ich werde nicht müde, ihm zuzuschauen.“ Und nicht nur an Regentagen fand Penzoldt den Weg zum Strand. Dort sonnte er sich unbekleidet, schwamm unermüdlich durch die Wellen oder legte sich bäuchlings in den Sand und ordnete die winzigen Körner: „Manche sind klar und rund wie ein Tautropfen, manche sind rosafarben, wieder andere schimmern bernsteingolden. Ich habe jede Art nach Farbe und Schliff gesondert.

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