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Künstler: Otto Eglau

Maler und Grafiker
* 20. April 1917 in Berlin
+ 23. Februar 1988 in Kampen
"Ich liebe die Weite der Insel. Das Watt vor Kampen ist meine Fundgrube, hier entdecke ich jeden Tag neue Formen und Farben. Ohne Sylt wäre ich wie ein Fisch ohne Wasser."

Es ist der 7. August 1950, ein heißer Sommertag, als Otto Eglau am Kampener Bahnhof aus der Inselbahn steigt. Aufgrund der Empfehlung seines Hochschullehrers ist der junge Berliner Künstler nach diversen Aufenthalten an der Ostsee nun zum ersten Mal nach Sylt gereist. Er mietet sich ein kleines Zimmer in der Pension „Odin“ und schreibt seinem Bruder: „Meine Unterkunft ist sehr vorteilhaft – 4,50 Mark mit Frühstück und dazu auch ein nettes Atelier.“ Die Intention seines Lehrers trägt Früchte: „Der Weg nach Sylt war für mich ein ganz entscheidender Schritt“, befand Eglau viele Jahre später im Rückblick. Und sein Sohn Johannes resümiert: „Die Formen von Meer und Küste, Ebbe und Flut, ablaufendem Wasser und Spuren in Sand oder Schlick am Watt ziehen sich durch seine gesamte Bilderwelt.“ Nach dem Abitur war der junge Otto Eglau zum Kriegsdienst einberufen worden und geriet in Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde. Im Anschluss nahm er in seiner Heimatstadt Berlin ein Studium an der

Hochschule für Bildende Künste auf, wurde 1953 zum Dozenten für Freies Malen und Zeichnen an der Architekturfakultät der Technischen Universität Berlin ernannt. Zwischen 1951 und 1970 unternahm Eglau zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Griechenland, Japan und in die USA. Seine Werke präsentierte er in internationalen Ausstellungen, etwa in New York, Kairo und Rio de Janeiro – mehr als hundert Einzelausstellungen und über 120 Gruppenausstellungen summierten sich bis zu seinem Lebensende. Seit seinem ersten Besuch fand Otto Eglau immer wieder nach Kampen, blieb oft mehrere Monate lang. 1976 schließlich erwarb er ein Friesenhaus und richtete sich ein Atelier nebst Galerie ein. „Man konnte Otto Eglau oft am Kampener Strand oder an der Wattseite antreffen. Dort hielt er die Eindrücke der Natur in seinem Skizzenbuch fest – ‚Augenfunde‘ nannte er das. Das Geschaute setzte er dann in seinem Atelier um“, berichtet sein Sohn. Klare Linien und Strukturen ziehen sich durch das Gesamtwerk des Künstlers, der es insbesondere auf dem Gebiet der Farbradierung zu internationaler Anerkennung brachte. Seine stets menschenleeren Bilder führen dabei bis an die Grenze zum Abstrakten. Otto Eglau, der 1981 mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, formulierte sein Bestreben anschaulich: „Die Strukturen, die ich hinter die Dinge setze, und die Linien, die meine Bilder halten, sind Zeichen des vergänglichen Lebens. Sie sind zufällig wie die Spur, die eine Welle im Sand hinterlässt, unscharf wie die Grenze zwischen Meer und Land, vergänglich wie das Leben einer Muschel, die ich in der Hand halte.“

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