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Künstler: Prof. Dr. Wilhelm Waetzoldt

Kunsthistoriker
* 21. Februar 1880 in Hamburg
+ 5. Januar 1945 in Halle
Lebte und arbeitete vor und während des 2. Weltkrieges in Kampen, verfasste hier Standardwerke wie "Deutsche Kunsthistoriker" (1921), "Dürer und seine Zeit" (1935), "Dürers Ritter, Tod und Teufel" (1936).

In Kampen verfasste er mehrere Standardwerke zur deutschen Kunstgeschichte: Professor Dr. Wilhelm Waetzoldt, ein ausgewiesener Kenner seines Fachs, dessen berufliche Laufbahn 1927 in der Ernennung zum Generaldirektor der Staatlichen Museen von Berlin gipfelte. Kreative Impulse schöpfte er regelmäßig auf der Insel Sylt, die er in den 1920-er Jahren erstmalig besucht hatte. 1934 erwarb Wilhelm Waetzoldt in Kampen ein Haus, das sich noch heute im Besitz der Familie befindet. „Die Insel mit ihrem besonderen Licht und ihrer damals weitgehend unberührten Natur, die Verbindung von Meer und Watt, von Weite und Wind inspirierten meinen Großvater, alljährlich viele Wochen in Kampen zu verleben und hier Skripte zu verfassen“, weiß sein Enkel zu berichten. Neben der Natur wirkte dabei auch der Kontakt zu anderen Künstlern für Waetzoldt anregend: „Er verkehrte unter anderem mit dem Cellisten Max Baldner, der Kammersängerin Emmi Leisner, dem Maler Edwin Scharff, dem Verleger Peter Suhrkamp und dem Kunsthistoriker Fritz Wichert.“ Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Marburg und Berlin trat der junge Wilhelm Waetzoldt als Assistent am Kunsthistorischen Institut in Florenz seine erste Stelle an. Später arbeitete er als Bibliothekar an den Staatlichen Museen von Berlin, bevor er zum Professor für Kunstgeschichte an der Universität Halle berufen wurde. Dort trat er in Forschung und Lehre für einen fächerübergreifenden Ansatz im Bereich der Kunstgeschichte

ein. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich Waetzoldt freiwillig, wurde an der Westfront bei Frankreich eingesetzt und zweimal schwer verwundet. Nach Kriegsende fand er als Oberregierungsrat im Preußischen Ministerium für Kunst und Wissenschaft ein neues Betätigungsfeld. Hier setzte er sich für eine Verschmelzung der Kunstakademien und der Kunstgewerbeschulen ein, forcierte dadurch eine enge Verbindung von Kunst und Handwerk. 1927 übernahm Wilhelm Waetzoldt die Position des Generaldirektors der Staatlichen Museen von Berlin. Zu einem Höhepunkt seiner Amtszeit gereichte 1930 die feierliche Eröffnung des neuen Berliner Pergamon-Museums mit seiner Sammlung antiker Schätze – zahlreiche hochrangige Ehrengäste aus dem In- und Ausland wohnten dem Festakt bei. Indes: Die neuen Machtverhältnisse führten dazu, dass Waetzoldt 1933 seines Amtes enthoben wurde – er habe sich geweigert, Mitarbeiter jüdischer Abstammung zu entlassen, und sich zu sehr der modernen Kunst zugewandt, warf man ihm vor. 1934 wird er erneut zum Professor der Universität Halle ernannt. Das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt Waetzoldt nicht mehr. Er verstirbt im Januar 1945 an einer Herzkrankheit. Kleine Fußnote der Geschichte: Das Amt, aus dem die Nazis Wilhelm Waetzoldt 1933 gejagt hatten, fand 1965 einen weiteren Nachfolger. Es war sein Sohn Stephan Waetzoldt.

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