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Künstler: Will Sohl

Maler
* 1906 in Ludwigshafen
+ 1969 in Heidelberg
"Dieser Insel verdanke ich meine ganze Arbeit, sie ist wie für mich geschaffen. Ich brauche nicht lange, um weit zu laufen, wie in Holland. Ich habe gelernt, freier zu arbeiten, und diese über den Winter erlernte Freiheit hoffe ich nützen zu können."

Er liebte die Insel zu all ihren Jahreszeiten. Hier wohnte er zunächst in einem ausrangierten Eisenbahnwaggon, schwang sich tagtäglich auf sein Fahrrad und begab sich auf die Suche nach Motiven“, erinnerte sich Will Sohls Enkelin. Für den Maler wurde Sylt nach eigenem Bekunden zur künstlerischen Heimat, die ihn stets aufs Neue inspirierte. „Dieser Insel verdanke ich meine ganze Arbeit; sie ist wie für mich geschaffen“, schrieb Sohl in einem Brief an seine Frau Ruth, die er 1932 geheiratet hatte. Mit ihr stand ihm eine zupackende, lebenstüchtige Frau zur Seite, die sich um alle Pflichten des Alltags kümmerte und ihrem Mann damit ermöglichte, was er am liebsten tat: Malen – wenn möglich Tag und Nacht. Der erste Besuch Sylts geschah 1936, just jenem Jahr, als Will Sohl sich mit seiner Familie dauerhaft in Heidelberg niederließ. Zuvor hatte er an der Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf Malerei und im Anschluss an den Universitäten Köln, Zürich sowie Berlin Kunstgeschichte und Archäologie studiert. Seine erste Ausstellung zeigte der aufstrebende Maler bereits 1928 in dem seiner Geburtsstadt benachbarten Mannheim. Gefördert wurde er später dauerhaft durch den vormaligen Direktor der Mannheimer Kunsthalle, Fritz Wichert. Ihn lernte Sohl allerdings nicht in Mannheim kennen – sondern in Kampen, wohin Wichert 1936 übersiedelt war. Auch für Will Sohl wird Kampen neben Heidelberg zu einer Heimat: Zwischen 1936 und 1961, die Kriegsjahre ausgenommen, besucht er die

Insel zu den verschiedensten Jahreszeiten. Hier entstehen großflächige Kompositionen mit oft stark kontrastierenden Farben. Dabei richtet Will Sohl sein besonderes Augenmerk auf das Sylter Wattenmeer: „Auf der Suche nach einer gültigen Form fand ich in dem schmalen Streifen zwischen Meer und Land die Identität aller Formen, welche die Natur hervor bringt.“ Eine Zeitung vermerkte 1948: „Gleichsam als ein Novum innerhalb der Malerei hat Sohl die Fauna des Watts entdeckt und immer wieder malerisch gestaltet.“ In einem Brief schreibt Will Sohl 1937: „Heute war ein harter Tag, Schneeböen fegten alle halbe Stunde. Ich saß in Munkmarsch hinter einem Wall, malte, so gut es ging, und bewunderte die schönen farbigen Wolken, die schwarz über strahlendes Blau jagten, der Horizont blassgelb, das Wasser eigentümlich grün.“ Dem Kunststil des Expressionismus fühlte sich der Maler verpflichtet, über den eine Kunsthistorikerin urteilte: „Will Sohl führt uns mit seinen suggestiven Bildern nicht nur in die Welt der Fantasie, sondern auch in die Welt der Farben.“ Nach einer Reise auf die Lofoten verstarb Will Sohl im Alter von erst 63 Jahren.

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