© Sven Scheppler

Neues aus der Sturmhaube

Was passier hier eigentlich? Wann wird eröffnet? Den aktuellesten Stand der Baumaßnahmen und Veränderungen gibt es hier!

Piktogram der Kampener Sturmhaube
© Pia Opfermann

Das wird cool!

Geplante Eröffnung in 2022

In den letzten drei Jahren wurde in Kampen keine Frage häufiger gestellt: »Wie geht es weiter mit der Sturmhaube?« Jetzt kann Bürgermeisterin Steffi Böhm verkünden: »Der Weg ist geebnet. Es kann losgehen!«

Was bisher geschah: Im Winter 2016/17 schlossen die ehemaligen Pächter, die Laggner-Gruppe aus Berlin, die Pforten der Sturmhaube. Die Gemeinde begab sich erneut auf Pächtersuche mit dem Wunsch, endlich eine langfristige und erfolgreiche Lösung für das Riesenobjekt zu finden. Die Wahl fiel auf ein Trio mit vielversprechendem Konzept. Die personelle Besetzung der künftigen Betreiber hat sich inzwischen verändert. Die Pläne sind aber die gleichen.

Der neue Geschäftsführer im Interview:

Wenn man auf einem Eiland lebt, auf dem die Schönheit allgegenwärtig ist, tut man sich schwer mit Superlativen. Der Blick aus der weiten Rotunde im Obergeschoss der »Sturmhaube« auf Heide, Dünengras, Strand und Nordsee lässt allerdings nichts anderes zu als ein breites: »Boah!« Felix Knochenhauer, der 2022 die Gäste der neuen »Sturmhaube« begrüßen wird, staunt auch noch immer täglich. Wir haben den »Sylter Jung« auf der Baustelle besucht.

Eingang der
© Gina Semmelhack

Außer dieses unfassbar schönen »Views« erlaubt der entkernte, bis zu vier Meter hohe Raum im Frühjahr 2021 allerdings noch andere Schlüsse: Denn es geht hier richtig voran! Wer an eine Neueröffnung schon nicht mehr so recht glauben wollte, wird eines Besseren belehrt. Zwar markieren bislang (Stand: Anfang April!) nur die entsprechenden Holzlatten die Umrisse der künftigen Hotelzimmer im Obergeschoss. Aber mit  etwas Phantasie beneidet man jetzt schon die Gäste, die sich irgendwann nächstes Jahr mit diesem Panorama in den Kissen rekeln werden. »Natürlich kann ich mir gerade auch gut vorstellen, hier oben ein Loft für mich privat einzurichten, aber das ist ja nicht Sinn des Ganzen…«, scherzt Felix Knochenhauer. Er ist der künftige Gastgeber dieses einzigartigen Etablissements. Zusammen mit Bauleiter Henri Meyer bewegt er
sich hier so oft wie sonst keiner. Denn Felix Knochenhauer begleitet jeden Baufortschritt und stielt alles darauf ein, dass das neue Sylter Gastro-Flaggschiff in Traumlage »irgendwann im Laufe des Sommers 2022«
auf Jungfernfahrt gehen kann. In diesem Moment ist er mit Architekt Henning Lehmann (hat u.a. das »Onkel Johnny’s« in Wenningstedt gebaut oder den Wasserturm in Niebüll in ein Hotel verwandelt) auf Inspektionstour über die XXL-Baustelle auf drei Ebenen. Bei beiden Männern spürt man das Kribbeln angesichts dieses Vorhabens, vor allem aber spürt man Zuversicht. Und das ist neu.

Das zukünftige Sturmhauben-Restaurant
© Gina Semmelhack

»Dieses Haus ist wirklich ein Überraschungsei durch und durch. Wir haben jetzt schon eine ganze Menge gemeinsame Geschichte und so richtig einfach war bislang nichts«, meint Architekt Henning Lehmann, der direkt nach dem Auszug der Laggner-Gruppe vor vier Jahren zusammen mit einem Investorenteam ein Konzept bei der Gemeinde Kampen präsentierte – und überzeugte. Dann begann das Planen, Ändern und eben auch das Warten. Denn durch die höchst sensible Lage des Gebäudes musste für seine zeitgemäße Verwandlung ein komplett neuer Flächennutzungs- und B-Plan für das Areal entwickelt werden. Und das dauert bekanntlich.

Als dann letzten Sommer mit dem Entkernen des maroden Baus aus dem Jahre 1969 begonnen werden konnte, stellte sich heraus, dass die Statik neu berechnet werden und entsprechend der ein oder andere  Stahlträger zusätzlich eingebaut werden musste. »Die Statik entsprach sowas von gar nicht den heutigen Standards. Zusammengebrochen ist das Haus natürlich trotzdem nicht: Gebäude halten ja auch aus  Gewohnheit«, meint Lehmann lachend.

Jetzt, im Frühjahr 2021, ist in Sachen Bausubstanz alles perfekt. Die Trockenbauer können die neuen Wände ziehen und die Elektro- und Installateurbranche hat reichlich zu tun, bevor der Innenausbau starten kann. »Nicht nur auf dieser Baustelle – für alle Vorhaben ist es aktuell dramatisch schwierig, Handwerker zu bekommen. Und ich arbeite eben am liebsten mit bewährten Kräften.  In der Pandemie wurde auf Sylt renoviert, um- und neu gebaut, als gäb’s kein Morgen mehr. Sylt ist begehrt wie nie«, resümiert Lehmann den Status quo. Aus der Ruhe bringen lassen sich Lehmann, Knochenhauer und die anderen drei Gesellschafter (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dr. W. Höft, Bauunternehmer Lars Volquardsen und Torben Friedrichsen von der VR Bank Nord) rund um das 5-Millionen-Euro-Bauprojekt aber nicht. Die Arbeiten gehen stetig  voran. Nur dauert alles eben etwas länger als erwartet. Für das Ambiente und Interieur der künftigen »Sturmhaube« fühlt man sich durch Louise von Düsterlohe prächtig unterstützt.

"Die Natur draußen ist so gewaltig, dass sie die Hauptrolle spielen darf. Das Interieur will dazu keine Konkurrenz aufbauen, sondern den Zauber von draußen aufnehmen und interpretieren."

Louise von Düsterlohe, verantwortlich für das Interiordesign der neuen Sturmhaube

Neues aus der Sturmhaube
© Maike Hüls-Graening

Auch in Bezug auf das Konzept-Element »Brauerei« im Keller sind Planer und Gastgeber ein großes Stück weiter: Zusammen mit erfahrenen Braumeistern sind viele Details für das »Sturmhauben«-Bier unter Dach  und Fach. Ganz klar wird man das Produkt auch in Flaschenform und unterschiedlichen Geschmacksvarianten für zuhause kaufen können. Vom Fass bestellt wird das Kampener Bier auf der Rundumterrasse oder auf den 80 Plätzen in dem lichtdurchfluteten Restaurant. Gastgeber Felix hat außerdem in den letzten Wochen die Riesen-Küche geplant, in der irgendwann 20 Menschen bis zu 1.500 Essen am Tag produzieren können.

Zum Gesamt-Arrangement »Sturmhaube« gehören also die Brauerei, der Gastrobereich indoor, die große Terrase, ein Kiosk für Beachfood sowie vier Doppelzimmer und zwei Suiten im Obergeschoss. Zudem gibt es einen Multifunktionsraum für kleine Tagungen, Coachings, Vernissagen, Familienfeiern oder Präsentationen. Bestimmt genauso wichtig wie der Rahmen sind natürlich all die Menschen, die das unprätentiöse und eben für diesen einmaligen Naturstandort gemachte Feelgood-Konzept mit Leben füllen werden. »Wir werden hier ja mit einem Team von 40 bis 50 Menschen arbeiten. In Kanada habe ich gelernt, wie Förderung und Wertschätzung von MitarbeiterInnen gelebt wird. Das ist mir extrem wichtig. Hier sollen Menschen arbeiten, die gesehen werden mit all ihren Facetten, die sich identifizieren und die darum auch gerne lange bleiben«, versichert Felix Knochenhauer, der in den »Fairmont-Hotels« in Kanada Karriere machte, bevor ihn der Ruf zurück auf seine Heimatinsel erreichte. Felix ist seit Anfang 2021 »fulltime« im Einsatz für »sein Riesenbaby« auf dem Kliff. »Manchmal kann ich mein Glück kaum fassen. 500 Meter weiter südlich Luftlinie leben meine Eltern. Hier ist mein Zuhause. Jetzt hier dieses Projekt zu realisieren, das ist ein echtes  Privileg«, meint Felix, dessen Eltern beide ebenfalls vom Fach sind, der auf Sylt zur Schule ging, später im »Vier Jahreszeiten « in Hamburg lernte, im »Savoy« in London und dann in Kanada arbeitete.

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