© Sven Scheppler

Neues aus der Sturmhaube

Was passier hier eigentlich? Wann wird eröffnet? Den aktuellesten Stand der Baumaßnahmen und Veränderungen gibt es hier!

Es kann losgehen!

Geplante Eröffnung in 2021

In den letzten drei Jahren wurde in Kampen keine Frage häufiger gestellt: »Wie geht es weiter mit der Sturmhaube?« Jetzt kann Bürgermeisterin Steffi Böhm verkünden: »Der Weg ist geebnet. Es kann losgehen!«

Was bisher geschah: Im Winter 2016/17 schlossen die ehemaligen Pächter, die Laggner-Gruppe aus Berlin, die Pforten der Sturmhaube. Die Gemeinde begab sich erneut auf Pächtersuche mit dem Wunsch, endlich eine langfristige und erfolgreiche Lösung für das Riesenobjekt zu finden. Die Wahl fiel auf ein Trio mit vielversprechendem Konzept. Die personelle Besetzung der künftigen Betreiber hat sich inzwischen verändert. Die Pläne sind aber die gleichen.

Sturmhaube im Spiegel
© Dinah Boysen

In Kürze: Das Obergeschoss wird zu einem kleinen Hotel mit drei Suiten und drei Zimmern. Im Erdgeschoss wird es ein Restaurant mit 80 Plätzen, einen  Multifunktions-Saal und eine Terrasse mit 120 Plätzen geben. Im ehemaligen Eingangsbereich wird ein Kiosk für das To-go-Geschäft sorgen. Die Küche wird einen "neo-gutbürgerlich-regionalen" Stil kultivieren, der sich auf moderne Ernährungs-Gewohnheiten einstellt, der besonders köstlich ist, aber bezahlbar. Dazu passt, dass im Untergeschoss des Hauses eine Mikrobrauerei untergebracht sein wird.

Das Interieur will nicht von dem eigentlichen Protagonisten ablenken, der Heide, den Dünen und dem Meer, aber einen eigenen Sturmhauben-Stil prägen. Was die Planer von Anfang an wussten: Das Gebäude ist stark renovierungsbedürftig, jede Leitung muss erneuert werden, die Statik hält den Anforderungen nicht stand. Kurzum: "Bei diesem 5-Millionen-Euro-Bauprojekt wird bis auf die Außenmauern der Sturmhaube nicht viel stehen bleiben können", sagt Architekt und Mitgesellschafter Henning Lehmann.

Die Gründe für die lange Verzögerung bei der Umsetzung der Pläne? Das Objekt befindet sich mitten in einem hochsensiblen Naturschutzgebiet. Jede Veränderung bedarf der Zustimmung enorm vieler Stellen.

Piktogram der Kampener Sturmhaube
© Pia Opfermann

"Das Gebäude wird vom Grundriss her nicht vergrößert, aber eben zeitgemäß verändert. Als wir zu planen begannen, wurde klar, dass es für dieses Gebiet keinen verwendbaren Flächennutzungsplan und keinen B-Plan gibt", beschreibt Lehmann die Widrigkeit. Eine solche Planaufstellung ist immer langwierig – besonders in einem Naturschutzgebiet. "Jetzt ist es geschafft. Wir wünschten, es wäre schneller gegangen. Aber wir hatten auf das Tempo keinen Einfluss", sagt die Bürgermeisterin.

"Wir wollen die Sturmhaube im Frühling 2021 eröffnen, sodass wir genug Zeit haben, dass unser ›Riesengastro-Schiff‹ sich warmlaufen kann."

Henning Lehmann, Mitgesellschafter des Projekts Sturmhaube

Sturmhaube bei Sturm
© Sven Scheppler

Die Kampener Gemeindevertretung konnte Ende November ihr letztes Go zu den Bauplänen geben. Die muss jetzt das Kreisbauamt absegnen.

Verändert hat sich in der langwierigen Phase der Plan-Aufstellung die Gruppe der Akteure: Henning Lehmann ist als Planer und Investor geblieben. Dazu kommen jetzt der Hamburger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dr. W. Höft, Lars Volquardsen vom Sylter Bauunternehmen Edlef Jensen, Tjorben Friedrichsen von der VR Bank Nord in Niebüll und Felix Knochenhauer als Gesellschafter.

Rungholt-Hotelier Dirk Erdmann hat sich im letzten Sommer schweren Herzens aus dem Projekt verabschiedet: "Ich bin aus persönlichen Gründen – vor allen Dingen wegen der steigenden Herausforderungen in meinem Hotel – aus dem Projekt ausgestiegen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Der neuen Betreibergesellschaft wünschen meine Frau und ich viel Glück und drücken fest die Daumen – Kampen braucht eine funktionierende Sturmhaube."

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