© Tourismus-Service Kampen

Ausstellungen

in der Galerie im Kaamp-Hüs

"Wasser" Carolin Wehrmann

17. Dezember 2021 bis 15. Juni 2022

© Carolin Wehrmann
© Carolin Wehrmann

Carolin Wehrmann gilt als beste zeitgenössische Malerin von Wasser und Meer. Ihr erstes Ölgemälde entstand im Alter von 12 Jahren.
Die 1959 im Rheinland geborene Künstlerin Carolin Wehrmann studierte nach erfolgtem Abitur am Goethe-Gymnasium in Düsseldorf zunächst Jura in Köln, um nach drei Jahren ihrer wahren Berufung nachzugehen und Grafik-Design in Düsseldorf bei Prof. Kurt Wolff zu studieren. Auch wenn sie zunächst erfolgreich als Illustratorin und Konzeptionerin für Werbeagenturen tätig war, ließ sie die Faszination der Wirkung von Ölgemälden der Meister des 18. und 19. Jahrhunderts nicht los, so dass sie sich schließlich ganz der freien Malerei verschrieb.
Vertiefende Studien der Ölmalerei, insbesondere der Lasurtechnik mit Harzölfarbe sind für sie die technische Voraussetzung, die angestrebte bestmögliche Tiefe und Auflösung zu erreichen, die für die Erarbeitung richtig wirkender Licht- und Wellenbrechungen, atmosphärischer Horizonttiefe und Farbbrechung essentiell sind. Darüber hinaus führte das profunde Wissen über Pigmente, Öle und Harze und deren Vor- und Nachteile, die sich zum Teil erst Jahrzehnte nach Entstehen eines Meisterwerks zeigten und damit auch analysiert werden könnten, zu ihrer heute angewandten Lasurtechnik. Für ihre Werke verwendet die Künstlerin
ausschließlich das hochwertigste Leinen, alte holländische Pigmente sowie reinste Öle und wertvolle Naturharze, wie sie schon von Rembrandt, Tizian und Rubens verwendet wurden.
Mit der Simulation der seit über drei Jahrhunderten erprobten Lasurmalerei erzielt sie auch bei ihren neuen Werken im zeitgenössischen Realismus diese faszinierende Tiefenwirkung, deren Subtilität besonders in ihren Wasserbildern zum Ausdruck kommt, die ein Leitmotiv ihres Schaffens geworden sind.
Das Meer und Wasser zu malen gilt seit jeher als größste Herausforderung in der Malerei. Das Meer ist für sie auch im transzendentalen Sinne Ausdruck ihres Strebens nach Idealzuständen und danach die ursprüngliche, intakte Natur abzubilden. Sie drücken darüber hinaus den ureigensten Wunsch aus, Klarheit und Reinheit sichtbar zu machen und sind Ausdruck einer Suche nach Tiefgründigkeit, mit der sie an die Dinge herangeht.
Zeigen ihre Werke bis vor einigen Jahren überwiegend traditionelle meisterhaft gemalte Meereskompositionen, so gelang ihr in der Serie „Reflections“ eine bedeutende Neusituierung des Motivs Wasser. Sie durchbricht die konventionellen Gattungsgrenzen und schafft damit ihren ureigensten Ausdruck, mit dem ihr ein Bildzyklus von höchstem künstlerischen Rang gelungen ist.
In der subtilen Tiefe der Farb- und Lichtnuancen spürt der Betrachter in ihren Gemälden den hellen Optimismus einer Welt voller Leben und Schönheit, von ihren atmosphärischen Qualitäten bis hin zu der unendlichen Komplexität, die sie durchdringt.
Carolin Wehrmann hatte ihren ersten Durchbruch weit entfernt von ihrer Heimat Düsseldorf mit Ausstellungen in den USA wie in Naples (Fl.), Newport (RI), Key Largo (Fl.), Boca Raton (Fl.) und 2008 auch in in Beverly Hills (Ca.) sowie in Dubai, Paris und Wien. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen (u.a. Prof. Peter Tamm, Nikolaus Schües sen. – Reederei Laeisz, Fr. Lürssenwerft). Innenarchitekten von Weltrang wie Terence Disdale, der Superyachten und Privatflugzeuge ausstattet, gehört zu ihren berühmtesten Bewunderern.
Carolin Wehrmann lebt mit ihren beiden Kindern und drei Hunden auf einem ländlichen Anwesen zwischen der Ostsee und Lübeck.

"NOBEL HEROES - Nobelpreisträger im Portrait " Peter Badge

20. Juni bis 30. Juli 2022

© Peter Badge

Wie portraitiert man am besten eine Nobelpreisträgerin, einen Nobelpreisträger? Bei der Arbeit im Labor oder vor einer weißen Wand sitzend, als Wissenschaftler oder als Mensch? Der Fotograf Peter Badge hat sich für diese Aufgabe von seinen genialen Begegnungen mit Nobelpreisträger*innen inspirieren lassen. Seine Bilder erzählen wunderbare und amüsante Geschichten von diesen außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Im Auftrag der Lindauer Nobelpreisträgertagungen nimmt uns Peter Badge mit auf seine Reisen rund um die Welt und bringt uns ganz nebenbei das Leben und Werk der bedeutendsten Wissenschaftler, Literaten und Friedensverfechter unserer Zeit näher. 

Von 20. Juni bis 30. Juli 2022 zeigt das Kaamp-Hüs auf Sylt eine Ausstellung „NOBEL HEROES - Nobelpreisträger im Portrait" von Peter Badge. Parallel dazu findet die alljährliche Nobelpreisträgertagung in Lindau statt, weshalb unter anderem Louis J. Ignarro, Nobelpreis Medizin 1998, der mit seiner Forschung den Weg für Viagra bereitet hat, die Gelegenheit nutzt und vor der Tagung in Lindau einen Abstecher nach Sylt macht, um sich, seinen Lebensweg, seine Forschung und sein neues Buch vorzustellen. 

Zu den Lindauer Nobelpreisträgertagungen kommen jedes Jahr rund 40 Nobelpreisträger*innen der Naturwissenschaften und ungefähr 600 Nachwuchswissenschaftler*innen aus aller Welt. Für die nächste Generation der Forscher*innen ist diese Woche in Lindau eine einmalige Gelegenheit, ihre großen Vorbilder in der Wissenschaft, die Rockstars der Branche, hautnah und intensiv zu erleben und persönlich kennenzulernen – eine life changing experience!

"Neue NOVALIS-Bilder" August Ohm

01. bis 19. August 2022

© August Ohm

Novalis ist keine leichte Kost, aber gehaltvoll. In seiner Erzählung "Alte Meister" schreibt Thomas Bernhard einmal: "Alle Dichter sind mir mit der Zeit mehr oder weniger auf die Nerven gegangen, haben mich zutiefst enttäuscht, haben sich als unsinnig oder als zwecklos erwiesen oder als letzten Endes unbrauchbar herausgestellt, Novalis hat mich nie enttäuscht. "
Der Maler und Zeichner August Ohm hat sich immer wieder von bedeutender Dichtung inspirieren lassen, vom Gilgamesch-Epos, der ältesten erhaltenen Weltliteratur über die Offenbarungen des Johannes bis zu Baudelaire, Rimbaud und Oscar Wilde.
Seit den 1990er Jahren steht der Dichter Novalis im Zentrum von Ohms Interesse. Seine zu den „Hymnen an die Nacht“ entstandenen Gemälde wurden durch das Novalis-Museum erworben und von der Novalis-Gesellschaft publiziert. Später schuf Ohm Bilder zu dem Romanfragment „Die Lehrlinge zu Sais“. Diese Werkgruppe wurde von der Novalis-Stiftung herausgegeben.
Auch die neuen Novalis-Bilder des Künstlers gehen aus von den „Lehrlingen…“.

Der Maler verbildlicht das Zeit- und Naturverständnis des Dichters und dessen Vorstellung von einer „Sympathie des Alls“. Hier ist alles mit allem verbunden und im Mikrokosmos von Sand und Steinen spiegelt sich die Ganzheit des Kosmos.  Ohms Bilder sind spirituell, aber nicht verstiegen-esoterisch. Immer wieder bezieht sich der Künstler auf gesehene Wirklichkeit. In den Idolen der kykladischen  Kunst oder im Denghoog von Wenningstedt sieht Ohm Gleichnisse der Zeitlosigkeit, dann wieder werden Steine und Muscheln unterhalb des Morsum-Kliff für den Künstler zu „sprechenden Elementen“ der Natur.
Im großen Novalis-Jahr 2022, dem 250. Geburtstag des Dichters (1772 – 1801),  werden August Ohms neue Bilder gezeigt im Novalis-Museum, in der Hamburger Stiftung Ohm und in Halle im Rahmen der Ausstellung „Novalis und die Moderne“. Vor dem September 2022 stehen Ohms Novalis-Bilder auch für weitere Ausstellungsforen zur Verfügung.

"Weite - Atmende Landschaften" Manuela Mordhorst

21. August bis 09. Oktober 2022

© Manuela Mordhorst

Das Meer, Inseln und Naturlandschaften begeisterten die international tätige Künstlerin Manuela Mordhorst schon immer. Die Liebe zu Insellandschaften wurde ihr durch ihre Eltern in die Wiege gelegt, die auf Sylt und Sardinien aufwuchsen. Die Einzigartigkeit und Faszinationskraft von Inseln formte ihre Persönlichkeit ebenso wie ihren künstlerischen Blick: der Inselkörper ragt wie eine unausweichliche existenzielle Frage nach Selbstwerdung und Selbstverlust aus dem Meer des Unbewussten und Ungewissen. 
Wie ein roter Faden zieht sich die Inselthematik durch das Schaffen von Mordhorst.  Wenn sich die Grenzlinien der Küsten im Spannungsfeld zwischen Erosion, Hingabe und Widerständigkeit immer neu abzeichnen, finden wir uns in der Frage nach unserer Begegnungsfähigkeit wieder. Wer sind wir im Angesicht des Anderen, das unsere Grenzen berührt, überschreitet und verschiebt? Auf der Suche nach unseren eigenen geografischen Wurzeln und ortloser Schönheit, die in uns ein Gefühl vom Heimat weckt, ergründen wir nicht nur die Vielfalt und Lebendigkeit von Landschaften, sondern auch unser eigenes Werden und Vergehen in den Gezeiten biographischer Krisen. 
Diese und andere Aspekte äußerer und innerer Landschaften ergründet Manuela Mordhorst in ihren Arbeiten, die ab dem 21.08.2022 in der Galerie des Kaamp Hüs in Kampen auf Sylt zu sehen sind.
Manuela Mordhorsts Malerei lebt von ihrem Gespür für Farbe und Farbkompositionen. Ihre Bilder eröffnen lebendige, atmende Räume, kraftvoll leuchtende Landschaften und lockende Traumwelten. Neben den immer wieder auftretenden  Horizontlinien, die dem Auge Halt in ihren vielschichtigen Arbeiten bieten, sind es auch abstrakte Farbflächen, die den Betrachter einladen sich auf Augenblicke der Andacht einzulassen, wie sie die Natur selbst in uns hervorzurufen pflegt. 
Die abstrakte Malerei der 1970 in Bonn geborenen Kunstschaffenden lebt von der Spontaneität, Sinnenfreude und Freiheit zufällig entstehender Strukturen von Steinmehlen, Pigmenten, Ölfarbe und Schellack. 
In der aktuellen Ausstellung zeigt Mordhorst Watt- und Dünenlandschaften der Nordsee, Schärenlandschaften und Inselstrukturen aus ihrem reichen Schaffen, ebenso wie neu entstandene Werke, die die Sinnbilder meergeborener Landschaften für die Betrachtenden fruchtbar machen.

Die Ausstellung wird am 21.08.2022 um 13:00 Uhr im Kaamp-Hüs offiziell eröffnet. Die Künstlerin ist anwesend.

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Galerien in Kampen

In Kampen sind sie alle. Chagall, Miro, Dali. Sogar Picasso war schon hier. Kampener Galerien sind nicht nur zahlreich, eine attraktiver als die andere, sondern auch potent.
Kein Wunder also, dass Kampen jede Menge Kunst hat. Und jede Menge Künstler, die hier - inspiriert von der einmaligen Schönheit der Landschaft und dem unvergleichlichen Licht - leben und arbeiten. Lass Dich inspirieren und verführen von Kampens Kunst.

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